Wiesn-Highlight: Mehr als 8.000 Trachtler*innen ziehen durch München

Trachten- und Schützenzug zum Oktoberfest 2026

Tracht, Blasmusik, Prachtgespanne und gelebtes Brauchtum auf sieben Kilometern: Beim Trachten- und Schützenzug ziehen am ersten Wiesn-Sonntag, dem 20. September 2026, mehr als 8.000 Teilnehmer*innen vom Max-II-Denkmal durch die Münchner Innenstadt zur Theresienwiese. Erstmals führt das neue Münchner Kindl Sina Hochreiter den Festzug hoch zu Ross an.

Trachten- und Schützenzug 2025
mde/Michael Hofmann

Der Trachten- und Schützenzug 2026 auf einen Blick

  • Wann? Am Sonntag, 20. September 2026, von 10 bis etwa 12 Uhr. Der Werbevorlauf mit Münchner Firmen startet bereits um 9:25 Uhr.
  • Was? 8.267 Teilnehmer*innen aus 148 Gruppen ziehen in 50 Zugnummern durch München – zu Fuß, hoch zu Ross, in Kutschen und auf geschmückten Festwagen.
  • Wo? Der sieben Kilometer lange Zug beginnt am Max-II-Denkmal in der Maximilianstraße und endet am Esperantoplatz an der Theresienwiese.
  • Wer ist dabei? Trachten- und Musikgruppen, Sport- und Gebirgsschützen, Spielmanns- und Fanfarenzüge, Fahnenschwinger sowie Gäste aus mehreren deutschen Bundesländern und sechs europäischen Ländern.
  • Was kostet das Zuschauen? Am Straßenrand könnt ihr den Festzug kostenlos verfolgen. Sitzplätze auf den Tribünen kosten 40 Euro, das Kombi-Ticket für beide Oktoberfestzüge 60 Euro.
  • Seit wann gibt es den Festzug? Die Premiere fand 1835 statt. Seit 1948 zieht der Trachten- und Schützenzug jährlich zur Wiesn durch München; organisiert wird er seit 1956 vom Festring München.

Trachten, Schützen und Blasmusik: Das ist 2026 zu sehen

Trachtlerinnen auf dem Trachten- und Schützenzug 2025
mde/Michael Hofmann

Festlich gekleidete Trachtler*innen wechseln sich mit Musikkapellen, historischen Trachtengruppen, Sport- und Gebirgsschützen, Fanfarenzügen und Fahnenschwingern ab. Insgesamt sind knapp 3.000 Musiker*innen sowie mehr als 1.200 Sport- und Gebirgsschützen angekündigt. Dazu kommen die Prachtgespanne der Münchner Brauereien, geschmückte Kutschen und Festwagen, auf denen traditionelles Handwerk und regionales Brauchtum dargestellt werden.

Neben 6.653 Teilnehmer*innen aus Bayern gehören 765 Mitwirkende aus dem übrigen Bundesgebiet zum Zug. Weitere 849 Gäste bringen Trachten und Traditionen aus Österreich, den Niederlanden, Polen, Slowenien, Kroatien und der Schweiz nach München. Auch der Bayerische Jagdverband ist mit Jagdhunden und Greifvögeln vertreten. 

👉 Besonders abwechslungsreich ist der Festzug, weil Gruppen aus München und ganz Bayern unmittelbar auf Trachten, Musik und Schützentraditionen aus anderen Regionen Deutschlands und Europas folgen.

Schäffler, Rote Funken und mehrere Jubiläen

Trachten- und Schützenzug 2025
mde/Michael Hofmann

Zu den Besonderheiten 2026 gehört der Fachverein der Schäffler Münchens: Der historische Schäfflertanz wird nur alle sieben Jahre aufgeführt und erinnert an eine über 500 Jahre alte Münchner Tradition.

Mehrere teilnehmende Gruppen feiern zudem Jubiläum. Die Musikkapelle Fischbachau besteht seit 175 Jahren, das Tiroler Schützenviertel Unterland und die Riesengebirgs-Trachtengruppe München jeweils seit 60 Jahren. Der Chiemgau-Alpenverband für Tracht und Sitte blickt auf 100 Jahre zurück. Rheinische Farbe bringen die Kölschen Funken rut-wieß von 1823 in ihren rot-weißen Uniformen nach München. Auch die Stadtgarde zu Pferd Weingarten reist mit Reiter- und Fanfarencorps an.

Zugweg vom Max-II-Denkmal zur Theresienwiese

Der Trachten- und Schützenzug startet am Max-II-Denkmal in der Maximilianstraße. Von dort führt die Strecke über:

Maximilianstraße – Residenzstraße – Odeonsplatz und Feldherrnhalle – Ludwigstraße – Brienner Straße – Amiraplatz – Kardinal-Faulhaber-Straße – Promenadeplatz – Pacellistraße – Lenbachplatz – Karlsplatz/Stachus – Sonnenstraße – Schwanthalerstraße – Paul-Heyse-Straße – Kaiser-Ludwig-Platz – Schubertstraße – Esperantoplatz.

Der offizielle Start ist um 10 Uhr. Da der Zug rund sieben Kilometer lang ist, erreicht er die späteren Abschnitte der Strecke entsprechend zeitversetzt. Die Anfahrt mit U-Bahn, S-Bahn, Tram oder Bus ist daher empfehlenswert. 

👉 Am Odeonsplatz passiert der Zug mit Feldherrnhalle, Theatinerkirche und Residenz eine besonders eindrucksvolle historische Kulisse. Weitere zentrale Zuschauerplätze liegen am Max-Joseph-Platz, Stachus und entlang der Sonnenstraße.

Die Zugstrecke

Querung der Theresienwiese

Tribünenplätze und Tickets für den Festzug

Das Zuschauen am Straßenrand ist kostenlos. Wer einen festen Sitzplatz bevorzugt, kann Tribünentickets im Vorverkauf erwerben. Tribünen stehen unter anderem in der Maximilianstraße, am Max-Joseph-Platz, rund um den Odeonsplatz, am Stachus, in der Sonnenstraße und am Kaiser-Ludwig-Platz.

Ein Sitzplatz für den Trachten- und Schützenzug kostet 40 Euro inklusive Vorverkaufsgebühr. Für 60 Euro gibt es ein Kombi-Ticket, das zusätzlich für den Einzug der Brauereien und Festwirte am Samstag gilt. Die Tickets werden über München Ticket angeboten.

Geschichte: Seit wann gibt es den Trachten- und Schützenzug?

Trachten- und Schützenzug
Rico Güttich

Fast so alt wie die Wiesn selbst: Der erste große Festzug fand 1835 zur Silberhochzeit von König Ludwig I. und Therese von Bayern statt. Gleichzeitig feierte das Oktoberfest sein 25-jähriges Bestehen. Mehr als 1.000 Mitwirkende und 86 Wagen stellten damals Alltagsszenen aus dem Königreich Bayern in lebendigen Bildern dar.

Weitere Festzüge folgten zunächst nur zu besonderen Anlässen, darunter 1842, 1895, zum 100. Oktoberfest-Jubiläum 1910 und im Jahr 1935. Erst seit 1948 findet der Trachten- und Schützenzug jährlich statt. Seit 1956 übernimmt der Festring München die Organisation. Inzwischen gehört der Festzug zu den bekanntesten Veranstaltungen rund um das Oktoberfest und wird auch im Fernsehen live übertragen.

Häufige Fragen zum Trachten- und Schützenzug

Ist der Trachten- und Schützenzug kostenlos?

Ja. Ihr könnt den Festzug entlang der gesamten Strecke kostenlos vom Straßenrand aus verfolgen. Kostenpflichtig sind nur die reservierten Sitzplätze auf den Tribünen.

Wo beginnt der Trachten- und Schützenzug?

Der Zug startet am Max-II-Denkmal in der Maximilianstraße. Nicht zu verwechseln ist der Startpunkt mit dem weiter östlich gelegenen Maximilianeum.

Wann sollte man an der Strecke sein?

Der Werbevorlauf beginnt bereits um 9:25 Uhr, der eigentliche Trachten- und Schützenzug um 10 Uhr. An beliebten Plätzen wie Odeonsplatz, Stachus oder Maximilianstraße empfiehlt es sich, frühzeitig einen Platz zu suchen.

Wo endet der Trachten- und Schützenzug?

Das Zugende befindet sich am Esperantoplatz an der Theresienwiese. Von dort ziehen die Gruppen auf das Oktoberfestgelände weiter.

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Termine

  • So. , 20. September 2026

    10:00

    Theresienwiese